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Gesundheitsnews



Neuregelungen im Jahr 2019 in Gesundheit und Pflege
Zum 1. Januar 2019 treten im Bereich des Bundesgesundheitsministeriums zahlreiche Änderungen in Kraft. Hier informieren wir über die wichtigsten Neuerungen.

    Zum 1. Januar haben wir im Gesundheitswesen vieles konkret verbessert. Wir entlasten Arbeitnehmer, Rentner und auch Kleinselbstständige bei den Beiträgen. Und wir sorgen dafür, dass Pflegekräfte im Arbeitsalltag entlastet werden. Die Krankenkassen werden 13.000 Pflegestellen in der Altenpflege und jede zusätzliche Pflegestelle im Krankenhaus finanzieren. Ich ermuntere die Verantwortlichen in Krankenhäusern und Pflegeheimen vor Ort, diese Möglichkeiten jetzt auch tatkräftig zu nutzen. Die Pflege braucht unsere Unterstützung. Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz war nur der Anfang.
    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

GKV-Versichertenentlastungsgesetz – GKV-VEG
Paritätische Finanzierung der GKV-Beiträge

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung werden in voller Höhe paritätisch getragen. Um Arbeitnehmer und Rentner zu entlasten, wird auch der von den Krankenkassen festzusetzende Zusatzbeitragssatz zu gleichen Teilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bzw. Rentnern und der Rentenversicherung gezahlt.
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz für 2019 ist auf 0,9 Prozent (2018: 1,0 Prozent) abgesenkt worden (Bekanntmachung des BMG vom 26. Oktober 2018). Wie hoch er für die Mitglieder der einzelnen Krankenkassen tatsächlich ausfällt, entscheiden die Krankenkassen. Krankenkassen, deren Finanzreserven eine Monatsausgabe übersteigen, dürfen ihren individuellen Zusatzbeitragssatz nicht mehr anheben.
Einheitlicher Mindestbeitrag entlastet Kleinselbstständige

Hohe Beiträge in der GKV überfordern Selbstständige mit geringen Einkünften und Existenzgründer. Deshalb werden freiwillig versicherte Selbstständige bei den Mindestbeiträgen den übrigen freiwillig Versicherten in der GKV gleichgestellt (einheitliche Mindestbemessungsgrundlage von 1.038,33 Euro in 2019). Damit sinken die Mindestbeiträge zur Krankenkasse und sozialen Pflegeversicherung für hauptberuflich Selbstständige um mehr als die Hälfte.
Entlastung bei Krankengeld oder Mutterschaftsgeld  

Freiwillig Versicherte müssen während des Bezugs von Krankengeld oder Mutterschaftsgeld nur noch Beiträge auf tatsächlich bestehende  beitragspflichtige Einnahmen zahlen.
Besserer GKV-Zugang für ehemalige Zeitsoldaten

Ehemalige Soldatinnen und Soldaten auf Zeit erhalten ein Beitrittsrecht zur freiwilligen Versicherung in der GKV und nach dem Ende ihrer Dienstzeit einen Zuschuss zu den Krankenversicherungsbeiträgen als Ersatz für die bisherige Beihilfe.
Abbau von Beitragsschulden

Die Krankenkassen werden verpflichtet, passive Mitgliedschaften zu beenden. Bislang endet eine freiwillige GKV-Mitgliedschaft nur dann, wenn das Mitglied seinen Austritt erklärt. Wenn ein GKV-Mitglied aber unbekannt verzogen ist, keine Beiträge mehr bezahlt und sich nicht abmeldet, wird es obligatorisch zum Höchstbeitrag weiterversichert. Damit haben die Krankenkassen fiktive Beitragsschulden angehäuft. Pflegepersonal-Stärkungsgesetz – PpSG
Zusätzliche Pflegestellen

In der vollstationären Altenpflege werden die Voraussetzungen für 13.000 zusätzliche Stellen geschaffen, die von den Krankenkassen ohne finanzielle Beteiligung der Pflegebedürftigen finanziert werden. Dabei können auch Teilzeitstellen, die aufgestockt werden, berücksichtigt werden.

Um die Personalausstattung in der Krankenhaus-Pflege zu verbessern, wird jede zusätzliche oder aufgestockte Pflegestelle am Krankenhausbett  vollständig refinanziert.
Vergütung für Pflegekräfte

Ab 2018 werden die Tarifsteigerungen für die Pflegekräfte im Krankenhaus vollständig von den Kostenträgern refinanziert. Die zusätzlichen Finanzmittel sind zur Finanzierung von Tariferhöhungen einzusetzen. Das ist zu belegen.

Die Vergütungen von Auszubildenden in der Kinderkrankenpflege, Krankenpflege und Krankenpflegehilfe im ersten Ausbildungsjahr werden vollständig von den Kostenträgern refinanziert. Die Verbesserung schafft einen deutlichen Anreiz, mehr auszubilden.

Auch in der häuslichen Krankenpflege müssen Tariflöhne von den Krankenkassen akzeptiert werden.
Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte

Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser werden finanziell dabei unterstützt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für ihre in der Pflege tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verbessern.

Krankenkassen müssen rund 70 Millionen Euro jährlich mehr für Leistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen aufwenden.

Um Pflegekräfte zu entlasten, wird die Digitalisierung gefördert. Die Pflegeversicherung stellt dafür einmalig pro Einrichtung (ambulant oder stationär) 12.000 Euro zur Verfügung. Mit der Kofinanzierung der Einrichtung können Maßnahmen im Umfang von bis zu 30.000 Euro je Einrichtung finanziert werden.
Pflege zu Hause

Pflegende Angehörige erhalten leichter Zugang zu stationären medizinischen Rehabilitationsleistungen. Wenn die pflegebedürftige Person gleichzeitig in der Reha-Einrichtung betreut werden kann, übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Andernfalls müssen Kranken-und Pflegekasse die Betreuung organisieren.

Für Pflegebedürftige ab Pflegegrad 3 und Menschen mit Behinderungen werden Taxifahrten zu einer ambulanten Behandlung einfacher. Sie gelten mit der ärztlichen Verordnung als genehmigt.

Längere Wegezeiten, insbesondere im ländlichen Raum, in der ambulanten Alten- und Krankenpflege sollen besser honoriert werden.

Auch in der häuslichen Krankenpflege müssen Tariflöhne von den Krankenkassen akzeptiert werden.
Pflegepersonaluntergrenzen

Zur Verbesserung der pflegerischen Versorgung müssen Krankenhäuser Pflegepersonaluntergrenzen einhalten. Durch Rechtsverordnung wurden diese Mindestgrenzen zunächst für vier pflegesensitive Bereiche festgelegt:  Intensivmedizin, Geriatrie, Kardiologie, Unfallchirurgie. Die Selbstverwaltungspartner erhalten den gesetzlichen Auftrag, die Pflegepersonaluntergrenzen weiterzuentwickeln.
Krankenhausfinanzierung

Der Krankenhausstrukturfonds wird für vier Jahre mit 1 Milliarde Euro jährlich fortgesetzt. Die Finanzierung erfolgt wie bisher je zur Hälfte aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds und aus Mitteln der Länder. Die Anreize, für die Versorgung nicht mehr benötigte Krankenhausbetten abzubauen, werden verstärkt. Gesetz zur Beitragssatzanpassung in der sozialen Pflegeversicherung

Der Beitrag zur Pflegeversicherung steigt um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05 Prozent (3,3 Prozent für Kinderlose). Die Anhebung ist notwendig, weil die Leistungsverbesserungen der letzten Jahre stärker als erwartet in Anspruch genommen werden. Außerdem sollen in den nächsten Jahren weitere ausgabenwirksame Verbesserungen hinzukommen, die mit dieser Beitragssatzanhebung finanziert werden können. Rechengrößen

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze) der GKV steigt auf jährlich 60.750 Euro (2018: 59.400 Euro).

Die Beitragsbemessungsgrenze der GKV steigt auf jährlich 54.450 Euro (2018: 53.100 Euro) bzw. auf monatlich 4.537,50 Euro (2018: 4.425 Euro).

Die Bezugsgröße, die für viele Werte in der Sozialversicherung wichtig ist, etwa für die Festsetzung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlagen für freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung, erhöht sich auf 3.115 Euro monatlich in den alten Bundesländern und auf 2.870 Euro in den neuen Bundesländern (2018: 3.045 Euro / 2.695 Euro).

15.01.2019 DGA | Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Karpaltunnelsyndrom
Eine rechtzeitige Therapie kann helfen.

Eine rechtzeitige Therapie kann helfen. Möglichkeiten wie Physiotherapie oder Ergotherapie sind in der Lage eine Operation an dieser empfindlichen Stelle zu vermeiden.
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Wie kommt dieser Engpass in der Hand zustande?

Der Mittelnerv im Handwurzelkanal, zwischen Hand und Arm, im Handgelenk wird eingeengt oder gequetscht. Durch diese Einengung oder Quetschung dieses Medianus-Nervs entstehen Schmerzen, die auf viele Funktionen der Hand Auswirkungen haben. Hervorgerufen wird dieser Nerven-Engpass durch verschiedenste Beugebewegungen, Ansammlung von Wasser im Bindegewebe, sowie eine Schwellung des Karpalbandes. Natürlich sind das nicht die einzigen Auslöser die zu Schmerzen, Kribbeln, Empfindungsunfähigkeit der Finger und zu einer ungewollten Steuerung der Hand -und Fingermuskulatur führen. Denn es befinden sich über diesem Mittelnerv Sehnen und Fingerbeugemuskulatur, die vom Arm aus durch eine Bindegewebsplatte zur Hand geführt werden. Somit erklärt sich dieses Syndrom, dass bei einer Schwellung dieser innenliegenden Nerven, Bänder, Sehnen und der Muskulatur einen Platzmangel verursacht und die Quetschung eine Bewegungseinschränkung und Schmerzen mit sich bringt. So entstehen Nervenleitstörungen die zu diesem gefürchteten Krankheitsbild des Karpaltunnelsyndrom führen.

Was sind Anzeichen?

Taubheitsgefühle, Kribbeln, eingeschlafene Finger, die Kraft in der Fingermuskulatur nimmt ab, Sensibilitätsstörungen, all dies sind Anzeichen die dieses Syndrom untermalen.

Sollte es operativ bearbeitet werden?

Auf jeden Fall nicht sofort, denn es gibt zum Glück Therapeuten die in der Lage sind, durch die verschiedensten Therapien eine Linderung, Verbesserung oder sogar eine komplette Beseitigung der Symptome zu erreichen.

Spezielle Therapien bringen die Muskulatur, Sehnen und Bänder wieder ins Gleichgewicht. Damit wird tief im Gewebe die Muskulatur und das Bindegewebe angeregt. Dabei entsteht eine Lockerung der Muskulatur und der Transport der Flüssigkeiten wird wieder in Bewegung gebracht. Das bedeutet, die Verkrampfungen werden beseitigt und die Flüssigkeiten werden abtransportiert. So können sich die Flüssigkeitsansammlungen und Verklebungen auflösen und die verhärteten Körperpartien eine neue Geschmeidigkeit erfahren. Schon nach wenigen Sitzungen wird Ihr Krankheitsbild ein anderes sein.

Warten sie mit der Behandlung nicht zu lange, damit der Nerv nicht zu stark geschädigt wird. Sprechen sie so bald als möglich mit ihrem Arzt über das Heilmittel der Physiotherapie und schildern Sie ihm Ihre Krankheitsgeschichte. Mit ihrem Rezept suchen Sie sich jetzt einen Physiotherapeuten oder Ergotherapeuten Ihres Vertrauens.

10.01.2019 DGA | Quelle: Like Physio, Kevin Glaser (openPR)

Skifahren ohne unnötige Risiken - So verringert man das Verletzungsrisiko
Skifahren ohne unnötige Risiken - So verringert man das Verletzungsrisiko

Viele der mehr als sieben Millionen Alpin-Skifahrer in Deutschland zieht es in den Wintermonaten auf die Skipisten. Dabei kann es zu Stürzen und Unfällen kommen. Laut Stiftung Sicherheit im Skisport mussten sich im Winter 2016/2017 mehr als 40.000 Skifahrer nach Unfällen ärztlich behandeln lassen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte man einige Tipps beherzigen. „Vor dem Start sollten Skifahrer ihre Beinmuskulatur mindestens fünf Minuten durch Dehnübungen erwärmen. Denn gut durchblutete Muskeln stabilisieren die Kniegelenke und schützen so besser vor Verletzungen. Kalte Muskeln hingegen sind verkürzt und können schneller einreißen", sagt Klaus Möhlendick, Sportwissenschaftler bei der Barmer. Ratsam sei es, sich nicht im Tal, sondern erst unmittelbar vor der Abfahrt aufzuwärmen, da die Muskulatur im Lift schnell auskühle.
Frühzeitiges Training vor dem Skiurlaub hilfreich

Wer auf Nummer sicher gehen wolle, achte bereits ein bis zwei Monate vor dem Skiurlaub verstärkt auf seine Fitness. „Skifahrer machen am besten zwei- bis dreimal pro Woche Skigymnastik. Schließlich gehen Kurzschwünge sowie rasante Abfahrten auf Muskeln und Gelenke“, sagt Möhlendick. Ein guter Trainingszustand helfe, den Körper stabil zu halten, was das Verletzungsrisiko zusätzlich verringere.
Nach Sturz erst aufstehen, wenn man nicht mehr rutscht

Während des Skitages solle man ausreichend essen und trinken, regelmäßig Pausen einlegen und keinen Alkohol trinken, so Möhlendick. Ski- und Sportbrillen sollten an unterschiedliche Sichtverhältnisse angepasst werden. Ein Helm, Handschuhe und Protektoren, etwa für die Wirbelsäule oder Knie- und Handgelenke, erhöhten zudem die Sicherheit. „Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen lassen sich Stürze beim Skifahren nie ganz vermeiden. Wer das Gleichgewicht verliert, sollte versuchen, die Körperspannung zu halten und die Arme vom Körper weg zu strecken. So werden Stöcke sowie Skispitzen nicht zur Gefahr“, rät Möhlendick. Zudem solle man nach einem Sturz erst dann aufstehen, wenn man nicht mehr rutscht. Andernfalls riskiere man Knieverletzungen und Kreuzbandrisse.

08.01.2019 DGA | Quelle: Barmer